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Schwerpunkte der Kommission III
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- In den meisten westdeutschen Bundesländern wurde in den 1980er Jahren die Grundschulpädagogik an den Universitäten ausgebaut, eine ähnliche Entwicklung erfolgte ab 1990 in Ostdeutschland. Die wissenschaftliche Arbeit hatte häufig einen Schwerpunkt bei der Erarbeitung von Kompendienliteratur und Unterrichtsreihen. Demgegenüber sollte mit einer "Arbeitsgruppe Grundschulforschung", die sich 1992 bildete, die Forschungsfundiertheit der Grundschulpädagogik gestärkt und mit Forschungstagungen ein Forum zur Nachwuchsförderung geschaffen werden. 1999 wurde aus der Arbeitsgruppe die "Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe" in der DGfE.
- Die quantitativ und qualitativ arbeitende empirische Grundschulforschung hat spezielle Themen, die von der allgemeinen Schulpädagogik kaum behandelt werden. Beispiele sind: Übergänge; Gestaltung des Schulanfangs / Eingangsstufe; offener Unterricht / Freiarbeit / Wochenplanarbeit; Heterogenität / Differenzierung / Integration; Schriftspracherwerb; Sachunterricht. Im Rahmen der historischen Grundschulforschung wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, z.B. zu spezifischen Aspekten der Reformpädagogik, zur Weimarer Grundschule sowie zum Nationalsozialismus.
- Die jährlichen Arbeitstagungen finden große Resonanz. Meist werden 30 bis 50 Beiträge angeboten, meist nehmen 100 bis 150 Wissenschaftler teil. Die Tagungen werden von jüngeren Grundschulpädagogen/innen genutzt, um ihre Qualifizierungsarbeiten vorzustellen und kritisch-konstruktive Anregungen aufzunehmen. Die Arbeitstagungen verstehen sich auch als Foren zur gezielten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
- In der Grundschulpädagogik wird vorwiegend über schulpraktisch ausgerichtete Zeitschriften kommuniziert; lange Zeit gab es kein Forum für Forschungsbeiträge. Die Kommission gibt deshalb Forschungsbände in Form von "Jahrbüchern" heraus (erstmals 1997). In den Jahrbüchern werden die wichtigsten Beiträge der Arbeitstagungen dokumentiert (s."Veröffentlichungen").
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